Berlin braucht ein größeres Wohnungsangebot – und das soll aktuell vor allem durch Neubau („bauen, bauen, bauen“) geschaffen werden. Hier ergeben sich zwangsläufig Zielkonflikte mit Umwelt- und Klimabelangen: durch die verursachten CO₂-Emissionen, aber vor allem auch, wenn vorhandene Grünflächen mit ihren ökologischen und stadtklimatischen Qualitäten versiegelt werden. Um diese Herausforderung zu bewältigen, kommen Bodenpolitik und Flächenmanagement eine Schlüsselrolle zu.
Bauliche Dichte kann ökologisch vorteilhaft sein (Stichwort 15-Minuten-Stadt). In guten Lagen werden jedoch zunehmend bezahlbare Wohnungen abgerissen, um sie durch mehr (und teure) Neubauwohnungen zu ersetzen. Den Bezirken fehlen die rechtlichen Instrumente, um solchen Projekten die Genehmigung zu versagen. Doch auch öffentliche Gebäude werden teilweise abgerissen, um das Grundstück anschließend für einen „Ersatzbau“ zu nutzen. Gegen diese ökologisch und sozial fragwürdigen Tendenzen wird von verschiedenen Initiativen ein Abrissmoratorium gefordert.
15.09.2023, 10–13 Uhr
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