Als Anwohner der Torstraße, Nachbarinnen und Gewerbetreibende machen wir uns schon lange Sorgen über die Zukunft der Straße, die eine wichtige Lebensader für die anliegenden, dicht besiedelten Quartiere bildet. Lärm, Abgase und Feinstaub machen den Alltag hier anstrengend und gefährden nachweislich die Gesundheit. In den letzten Jahren ist die Aufheizung der Stadt hier besonders zu spüren. Viele Ältere meiden im Hochsommer inzwischen den Aufenthalt auf der Straße.
Als Tempo 30 aufgehoben werden sollte, hat das hier niemand verstanden, auch die meisten derjenigen nicht, die aufs Auto angewiesen sind. Schon heute hält sich, wenn die Straße mal frei ist, kaum jemand an die Geschwindigkeitsbeschränkung. „30 bleibt“ Schilder hingen in den Fenstern, aber die vielen Einwendungen zum neuen Luftreinhalteplan wurden pauschal abgewiegelt. Wir sind froh, dass durch politische Intervention nun doch Tempo 30 im ersten Bauabschnitt geblieben ist – aber wie lange?
Seit im Oktober 2025 die Ausführungsplanung für die Neugestaltung der Torstraße auf den schwer zu findenden Informationsseiten der Senatsverwaltung auftauchte, ist unser Unverständnis zum Vorgehen des Senats massiv gewachsen. Viele der über 12.000 Menschen in den angrenzenden Quartieren der Spandauer und Rosenthaler Vorstadt können nicht fassen, wie hier mit viel Geld und ohne Bürger- und Fachbeteiligung so eine schlechte, gefährliche und das Leben an der Straße abwürgende Planung durchgedrückt werden soll. Schon die wenigen Informationen, die es heute über die Planung gibt, lösen hier bei vielen Entsetzen aus. Nicht wenige Nachbarn sagen: Die Planer sind nie hier gewesen, bevor sie die Pläne gezeichnet haben. Das macht sich nicht nur am mangelnden Verständnis der Situation vor Ort deutlich, sondern auch daran, dass viele existierende Dinge gar nicht berücksichtigt sind: Bänke, Jelbi-Stationen, bereits gefällte Bäume, inzwischen entstandene Fahrradstraßen, Enge auf den angeblich ausreichend breiten Bürgersteigen. Unser Leben an der Torstraße bleibt halt nicht stehen.
Wir wissen nicht viel über die Planung, weil es bisher nur fünf, für den Laien kaum verständliche Zeichnungen gibt. Ein Regelquerschnitt und eine idealisierte Visualisierung hilft ebenfalls kaum weiter. Der Wahrheitsgehalt der spröden Erläuterungen dazu lässt sich leider nicht prüfen. Die bisherigen Informationen der Senatsverwaltung lassen allerdings nicht erwarten, dass den Planern „der große Wurf“ gelungen ist. Selten wird eine Berliner Straße auf einem Kilometer Länge völlig neugestaltet, die Chance, hier einen öffentlichen Raum für die Zukunftsanforderungen unserer Stadt vorzubereiten, wird offensichtlich vertan.
• 40 Bäume sollen gefällt werden (der älteste 81 Jahre alt), an der Straße sollen aber nur 24 Jungbäume nachgepflanzt werden. Der Rest landet im Park. 8 Bäume wurden schon in den letzten Jahren gefällt und nicht nachgepflanzt, weil die Straße umgebaut werden soll. Der Grund für fast alle Fällungen ist, dass die Planer nicht alle Fahrspuren für Kfz- und Radverkehr auf der bestehenden Fahrbahn untergebracht haben. Besonders die zu vielen und zu breiten Kfz-Spuren führen hier zu unnötigen Zwangspunkten. Alle Nachbarn wollen eine funktionierende Straße, aber fast niemand will hier vier Fahrspuren, schon gar nicht im Berufsverkehr, wenn die Kinder zur Schule und zur Kita müssen. Eine Rettungsspur dagegen würde hier jeder verstehen und wünschenswert finden.
• Die fehlende Beteiligung, irreführende und teilweise falsche Informationen über die Planung entsprechen nicht unserem Verständnis von demokratischer Stadtentwicklung. Regelwerke für Bürgerbeteiligung in Berlin und in Mitte werden völlig missachtet. Bei so einer wesentlichen Änderung der Verkehrsführung in der Straße wäre eigentlich wohl ein Planfeststellungsverfahren erforderlich. Die Planung wird allerdings als Geschäft der laufenden Verwaltung betrieben. Ob das rechtens ist, wissen wir nicht. Aber wir zweifeln es an.
Hier geht es nicht um Planungsdetails, sondern um den grundsätzlichen Ansatz. Wir werden ab der kommenden Woche Unterschriften für eine zukunftsfähige Torstraße sammeln um der Senatsverwaltung klarzumachen, dass diese Stadt nicht funktioniert, ohne die Menschen in die Entwicklung einzubeziehen.
Um unseren Forderungen Ausdruck zu verleihen, demonstrieren wir heute anläßlich der „Bürgerinformationsveranstaltung“ von SenMVKU um 17:00 vor der Senatsverwaltung in der Brunnenstraße 111 (AEG-Beamtentor, U-Bahnhof Voltastraße). Dort wird es auch weitere Informationen geben.
Informationsseite der Bürgerinitiative: https://stadtnachdenken.de
Die Bürgerinitiative Lebendige Torstraße ist eine offene Gruppe, die über das Thema Torstraße auch die Nachbarschaft wieder zusammenbringen will, unabhängig von der eigenen verkehrspolitischen Haltung. Wir arbeiten eng mit der Seniorenvertretung Mitte zusammen und halten Kontakt zu den Elternvertretungen der Schulen in unseren Stadtteilen.
Ansprechpartner: Eckhard Hasler, hasler@stadtnachdenken.de

Am 7./8. November 2025 führen die Hochschule Anhalt, die Technische Hochschule Lübeck und die Anti-Abriss-Allianz für Umbaukultur gemeinsam eine Tagung unter dem Titel “Parameter des Bestands” in Dessau durch. Es sollen die Grundlinien für den Umgang mit Bauten der Moderne herausgearbeitet werden. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie der Architektur ein (über die Finanzen hinausgehender) Wert eingeschrieben werden kann – in der Zusammenschau von Perspektiven aus Baukultur, Ökologie und Sozialem.
Diese Veranstaltung wird im Rahmen des Bauhaus-Jubiläums in der Kunsthalle Dessau stattfinden. Denn hier – in einem ehemaligen Geschäfts- und Sozialraum im zentral gelegenen Plattenwohngebäude, der sog. Scheibe Nord – lassen sich die Parameter der Moderne am augenfälligsten neu aufwerfen und um aktuelle Fragestellungen erweitern.
Die Tagung versteht sich als offenes, flächerübergreifendes, partizipatives Format nach dem Vorbild eines Kultur-Hackathons. Über zwei Tage hinweg arbeiten die Teilnehmenden gemeinsam mit ausgewählten Studierenden (Hochschule Anhalt) und geladenen Expert:innen am Beispiel konkreter Bauten, die sich gerade im Wandel befinden. Aus ersten Ideen entwickeln sich so konkrete Mikroprojekte, die durch begleitende Fachleute immer wieder in einen weiteren Horizont gestellt, präsentiert und dokumentiert werden.
Kooperationspartner:innen: Anti-Abriss-Allianz (Corinna Tell), die Hochschule Anhalt (Prof. Dr. habil. Karin Berkemann) und die Technische Hochschule Lübeck (Prof. Dr. Alexander Stumm, TH Lübeck).
Datum: 7. bis 8. November 2025
Ort: Kunsthalle Dessau, Hobuschgasse 5, 06844 Dessau-Roßlau
Anmeldung unter:
Link: https://kulturerbenetz.berlin/tagung-parameter-des-bestands/

Wöchentlich erreichen den BUND Berlin e.V. Anfragen von besorgten Anwohner*innen: Kleingärten sollen Luxuswohnungen weichen, grüne Freiflächen sollen bebaut und gesunde Bäume gefällt werden. Dabei ist dieses Stadtgrün unsere natürliche Klimaanlage – das ist wissenschaftlich belegt. Es kühlt unsere Städte, verbessert die Luft, macht die Stadt leiser und lebenswerter.
Doch diese Grünflächen sind bedroht: Die Berliner Landesregierung – federführend der Regierende Bürgermeister Kai Wegner, CDU und Christian Gaebler, SPD (Senator für Stadtentwicklung) – sowie viele Bezirke planen neue Büros, Wohnhäuser und Straßen auf wertvollem Stadtgrün, anstatt Leerstand und ehemalige Industrie- und Gewerbeflächen umzubauen und Häuser aufzustocken. Darunter leiden nicht nur wir Menschen: Pflanzen und Wildtiere verlieren ihre letzten Lebensräume in der Stadt und verschwinden.
Die Menge an Zusendungen zeigt, dass es ein ganz grundsätzliches Problem in dieser Stadt gibt. Dagegen will der BUND Berlin e.V. mit der Kampagne „Grüne Flächen retten – Hitzeschutz jetzt!“ auf Landesebene vorgehen. Der Verband hat drei Forderungen sowie ein ausführliches Hintergrundpapier ausgearbeitet, die als Grundlage dienen sollen, um den Erhalt von Grünflächen in Berlin zu sichern.
1. Wiesen, Parks, Wälder oder Kleingärten nicht mehr zubauen!
Parks, Grünanlagen, Kleingärten, Uferzonen, Friedhöfe, Wälder, landwirtschaftlich genutzte Flächen, Bahngelände und -brachen, Orte der Umweltbildung, die 20 Grünen Hauptwege sowie naturschutzrechtlich geschützte Flächen dürfen nicht weiter bebaut werden. Sie müssen dauerhaft in allen städtebaulichen Planungen gesichert werden.
2. Zusätzliche Parks und Wiesen für alle – dort, wo wir leben und arbeiten!
Alle Menschen brauchen Grünflächen in ihrer Nähe. Mit jedem neuen Bauprojekt wird dieser Bedarf größer. In Stadteilen, in denen es bisher zu wenig Grün gibt, müssen deshalb gezielt neue Grünflächen geschaffen werden. Wenn an manchen Stellen versiegelt werden muss – also zum Beispiel neue Häuser gebaut werden – soll das möglichst sparsam geschehen. Und es soll in der Nähe ein Ausgleich geschaffen werden, damit insgesamt nicht mehr Fläche versiegelt wird als vorher (Stichwort: Netto-Null-Neuversiegelung).
3. Wohnraum auf bereits bebauten Flächen schaffen!
Rund 160.000 Wohnungen könnten entstehen, ohne dabei kühlendes Stadtgrün zu zerstören. So etwa in leerstehenden Gebäuden, durch Umbau, Aufstockung von Supermärkten, den Ausbau von Dachgeschossen und durch die Bebauung bereits betonierter Flächen. Auch eine verpflichtende Zwischennutzung von leerstehenden Häusern schafft temporär Wohn- und Gewerberaum. Zudem muss Berlin wirksamer verhindern, dass Mietwohnungen für illegale Ferienunterkünfte und Gewerbe verloren gehen oder abgerissen werden, um sie durch teure Neubauwohnungen zu ersetzen. Hierfür benötigen wir eine gute Datengrundlage, ausreichend Personal und klare Rechtslagen.
Um das zu erreichen, wird der Umweltverband BUND Berlin e.V. auf unterschiedlichen Ebenen aktiv:
• Fokus Abgeordnetenhauswahl 2026: Lobbygespräche, um die Forderungen in den Wahlprogrammen der Parteien zu etablieren
• Öffentlichkeitsarbeit, um die Kampagne stadtweit zu verbreiten
• verschiedene Veranstaltungsformate, um auf bedrohte Grünflächen in Berlin aufmerksam zu machen
• öffentliches Podiumsgespräch mit Politiker*innen
• aufmerksamkeitsstarke Aktionen, die den Flächenverlust im Stadtbild sichtbar machen
Weitere Informationen & Petition: gruene-flaechen-retten.de
Für Anfragen und Aktionsmaterial:
Aruna Reddig, Kampagnenleitung Flächenschutz
E-Mail: reddig@bund-berlin.de
030 78 79 00 59

| Anhand von zwei vom Senat geplanten Wohnbauprojekten – der Innenhofbebauung für Geflüchtete mit 99 Wohnungen im Bereich zwischen Kavalierstraße 19C / Ossietzkystraße 28 in Pankow und einem Wohnquartier mit 600 Wohnungen auf dem Gelände der ehemaligen Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik in Reinickendorf, wird die Diskrepanz zwischen Planung, Senat und den Möglichkeiten des Klimaschutzes und einer sozialen Stadtentwicklung beschrieben. Beide Wohnungsbauvorhaben werden von der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Gesobau gegen den ausdrücklichen Willen der Bürgerinnen und Bürger vor Ort, vertreten durch die Initiativen „Grüner Kiez Pankow“, sowie „Erhaltung des Wittenauer Stadtwaldes“ und Ka-Bo-N: Öko!Logisch! Jetzt: „STERNHÄUSER RETTEN“ (Haus 24, 25 Rudolf-Klaue-Haus, Bild oben vom 13.10.2025), vorangetrieben. Diese haben alternative Vorschläge vorgetragen, die weniger Baumfällungen zur Folge hätten und besonders erhaltenswerte Bausubstanz, wie die Sternhäuser von Hänska Architekten, erhalten. Die Mitglieder des Bündnis Klimastadt Berlin 2030 und die Vertreter:inenn der Initiativen formulieren folgende Forderungen: Elisabeth Broermann, Architektin, A4F, Mitglied im Bündnis Klimastadt Berlin 2030: „Der sogenannte Bau-Turbo mag nach Pragmatismus klingen, doch er beschleunigt die falschen Prozesse: Neubau auf neuen Flächen, während bestehende Gebäude verfallen, leer stehen oder energetisch unzureichend sind. Das ist weder klimagerecht noch sozial. Wir brauchen keine neue Betonoffensive – wir brauchen eine Umbauoffensive. Bestandsertüchtigung, Aufstockung, Leerstandsaktivierung, statt Neubau auf bisher unversiegeltem Boden und in notwendigen Grünräumen, muss das Leitbild sein. Gerade die Bezirke stehen hier in der Verantwortung. Sie müssen die Bau-Turbos nicht anwenden, wenn sie das nicht wollen. Sie können sich positionieren – für klima- und sozialgerechtes Handeln. Wenn sie Bauprojekte auf Freiflächen oder in Parks zulassen, opfern sie wertvolle ökologische Infrastruktur: Bäume, Böden, Lebensräume für Tiere und wichtige Rückzugsorte für Menschen. Diese Grünflächen sind keine Reserveflächen für Wohnungsbaugesellschaften, sondern Teil der klimaresilienten Stadt, die wir dringend brauchen. Besonders widersprüchlich wird es, wenn städtische Gesellschaften dort bauen, wo sie es nur tun, weil ihnen das Grundstück bereits gehört. Eigentum allein darf kein Argument für Bebauung sein – schon gar nicht im Klimanotstand. Eigentum verpflichtet, sagt Artikel 14 des Grundgesetzes. Diese Verpflichtung gilt auch für öffentliche Eigentümer: Sie müssen mit gutem Beispiel vorangehen und zuerst in den vorhandenen Bestand investieren. Der Bauturbo muss zum Umbauturbo werden.“ Theresa Keilhacker, Architektin, Mitglied im Bündnis Klimastadt Berlin 2030: „Nach dem Leitbild ,Bestandsertüchtigung vor Neubau´ setzen wir uns für die Ertüchtigung der Sternhäuser auf dem Klinikgelände der ehem. Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik ein. Sie stellen ein wertvolles baukulturelles Zeugnis dar, das es dringend zu erhalten und behutsam zu ertüchtigen gilt. Auch für den grünen Innenhof des Gründen Kiezes Pankow gilt: Klimaresilienz geht vor Versiegelung! Wir machen mit unserem 7-Eckpunkte-Papier und den Wahlprüfsteinen 2025 ein Angebot an die Stadtpolitik für alle weiteren Entwicklungen, um den Wandel Berlins zu einer ökologischen und sozialen Modellstadt aktiv und gemeinschaftlich voranzutreiben.“ Florian Köhl, Architekt, Mitglied im Bündnis Klimastadt Berlin 2030: „Wir haben am Ufer der Spree die Genossenschaft Spreefeld kooperativ entwickelt, mit drei baugleichen Holz-Beton Hybridgebäuden und maximaler Nutzungsmischung: neben einer Kita und den im Selbstbau entstandenen öffentlichen Optionsräumen sorgen die gewerblich genutzten Einheiten für eine lebendige, doppelgeschossige Erdgeschosszone. Darüber beginnen diverse Angebote für unterschiedlichste Wohnformen, von Miniwohnungen mit 25m2 bis hin zu Wohngemeinschaften bis 600m2. Das Grundstück bleibt mit dem Zugang zur Spree öffentlich, jedem Haus stehen neben einer Gemeinschaftsterrasse vertikale Gärten an den Wohnungen zur Verfügung.“ Britta Krehl, Grüner Kiez Pankow: „Statt mit völlig überhöhten Wohnungsbau-Zielzahlen Traumkulissen zu bauen, müssen – unter Einbeziehung der Fachexpertise vor Ort – zukunftsfähige und lebensfreundliche Quartiere entwickelt werden. Im Grünen Kiez Pankow könnten in den 70 Wohnungen der bezirklichen Planungsalternative schon neue Nachbarn wohnen und es bliebe noch Platz für soziale Begegnung, Kinderspiel und Erholung. Der Bauverhinderer ist Senator Gaebler, der mit Trillerpfeife und Platzverweis nachhaltige Quartiersentwicklung vom Feld verweist.“ Axel Matthies, Berliner Bündnis Nachhaltige Entwicklung (BBNS): „Das BBNS kämpft mit 47 Initiativen weiter aktiv für eine klima- und menschenfreundliche, nachhaltige Stadt. Seit Anfang Oktober sind wir damit befasst, geplante Baumfällungen für Bauprojekte zu verhindern. Bauen und Nachhaltigkeit müssen sich nicht ausschließen. Wir sehen hier am Beispiel Spreefeld, dass es möglich ist. Der politische Wille muss vorhanden sein. Nachhaltigkeit ist kein Billigprojekt. Unser Bündnis steht nicht generell gegen Nachverdichtungen, aber gegen jene, die die Lebensbedingungen der Bestandsmieter signifikant beeinträchtigen. Dazu sind wir nach §34 BauGB berechtigt. Dieses Recht nehmen wir uns, als Bürger schützen wir unsere Stadt. Wir fordern vom schwarz-roten Senat und den landeseigenen Wohnungsgesellschaften endlich Gesprächsbereitschaft. Verlassen Sie Ihr Schneckenhaus und hören Sie uns zu! Es geht um Berlin.“ Claudia Schasiepen, „STERNHÄUSER RETTEN“: „Für die Sternhäuser (Haus 24 und 25, Rudolf-Klaue-Haus), die gerade schadstoffsaniert werden, muss es ein Abrissmoratorium geben. Der Entwurf des Ehepaars Hänska Architekten (die u.a. auch den Mäusebunker, sowie die Bruno-Lösche-Bibliothek entworfen haben), stellt eine geniale Grundlage für die bauliche Ergänzung des Maßregelvollzugs (KMV) mit ca. 60 Plätzen dar. Das KMV ist zurzeit mit ca. 120 Patient*innen überbelegt. Wir brauchen dringend ein unabhängiges Gutachten für das Klinikgelände, das die Klinikgeschichte nach 1945 mit einbezieht. Wir setzen uns für den Wechsel vom Grau- zum Grünbereich des Art.1 GG ab 2027 ein. Die Patient*innen des KMV könnten 2027 in die Sternhäuser einziehen. Mit einem klugen Konzept könnten die Bäume erhalten, sogar durch entsprechende Stachelbegrünung der Fassaden, die ökologische Wirkung vervielfacht werden. Wir fordern, die 53 Millionen Euro für die Sternhäuser umzuwidmen, die für die Erweiterung des KMV in das Haus 8 und das Haus 10 auf dem Gelände der ehemaligen Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik vorgesehen sind. Mit diesem Geld macht sich die Berliner Senatsverwaltung einen schlanken Fuß vor dem Landesdenkmalamt ohne die Bedürfnisse der Patient*innen des KMV zu berücksichtigen. Diese wären wesentlich besser und schneller in der genesungsfördernden Architektur der Sternhäuser untergebracht. Allgemein gilt: Hitzeschild statt Hitzestau durch die geplante Wohnanlage der Gesobau. Schutz von Kulturgut, Natur, Gemeinwohl und Gesundheit – ,Justice for the weakest!´“ Ortstermin Berlin Spreefeld am 22. Oktober 2025 Kritik am „Bau-Turbo“: Weniger Neubau, mehr Bestandserhalt https://taz.de/Kritik-am-Bau-Turbo/!6122206/ |



Susanne Isabel Yacoub, Landschaftsarchitektur+Video
Natur entdecken – Landschaft neu denken!
„Vom verdeckten Fluss zur sensationellem Auenlandschaft – es ist Europas größte Renaturierung eines Flusses und eine Blaupause für die letzten wilden Flusslandschaften in anderen Ländern. Acht Menschen an Havel und Elbe erzählen von ihren Träumen, Visionen und ihrer Hartnäckigkeit.“ Der Film ist aus dem Jahr 2015 und hat gerade wieder hohe Aktualität (siehe Katastrophen Hochwasser im Ahrtal). Vor allem aber, weil derzeit an der Elbe eine Renaturierung anläuft, die neun Bundesländer und zwei Ministerien umfasst, weshalb das Havel-Beispiel als Blaupause – z.B. für die IBA 2030 Brandenburg Berlin – sehr wichtig ist.

Ablauf:
18:30 – Begrüßung & Einführung mit Susanne Isabel Yacoub
18:45 – Beginn Film „Flussrevival“, Film-Dokumentation 2015/2016, HD, 16:9, 32 Minuten
19:15 – Publikumsgespräch mit Susanne Isabel Yacoub und Theresa Keilhacker, Architektin, Netzwerk AfA – Aktiv für Architektur & Offene Fragerunde
20:00 – Netzwerken & informeller Austausch bei Snacks und Getränken
11. September 2025
18:30 UhrLadenlokal
Nazarethkirchstr. 39
13347 Berlin-Mitte
U-Leopoldplatz

Zeit:
06. September 2025, 13.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Ort:
Kiosk of Solidarity, Klosterstr, 73a, 10179 Berlin (an der Klosterruine) und Littenstraße (gegenüber der Rathauspassagen)
KulturStadt Quartier
Gastgebende
Habitat Unit, TU Berlin | DWE Kiezteam Friedrichshain
Mitwirkende
Bündnis Klimastadt Berlin 2030 | Initiative Offene Mitte Berlin | Netzwerk AfA – Aktiv für Architektur | Plattform Nachwuchsarchitekt*innen
#KulturStadtQuartier
#KulturbrauchtRaum
#StadtfuerAlle
#OffeneMitte
13 Uhr Eröffnung Kiosk of Solidarity
* Zusammen basteln wir ein eigenes Stadtviertel aus Stoff, wie wir es uns vorstellen * Limo trinken und Nachbar*innen treffen * Aktuelle Infos austauschen * Im Schatten unter Bäumen sitzen
14 Uhr Begrüßung
Dr. Moritz Ahlert, Habitat Unit und Ole Kloss, DWE Kiezteam Friedrichshain
Die Planungen für den Molkenmarkt verlaufen seit dem abgebrochenen Werkstattverfahren 2022 ohne ein Siegerteam intransparent und ohne Öffentlichkeit. Weder das Abgeordnetenhaus noch die Jury oder die Stadtgesellschaft werden zu wichtigen Entscheidungen rechtzeitig konsultiert und dürfen mitsprechen. Wir wollen deshalb miteinander reden…
Kultur Stadt Quartier: wird der Molkenmarkt bezahlbar und zukunftsweisend?
Input Stand der Planungen am Molkenmarkt
Dr. Matthias Grünzig, Historiker und Journalist, Offene Mitte Berlin
Statements und Diskussion
- Daniela Billig, MdA (Grüne), Sprecherin für Kultur, Denkmalschutz und ökologische Quartiersentwicklung
- Melanie Kühnemann-Grunow, MdA (SPD), Sprecherin für Kultur, Medien und Europa
- Dr. Ersin Nas, MdA (CDU), Sprecher Mieten und Wohnen
- Niklas Schenker, MdA (Die Linke), Sprecher Wohnen, Mieten und Clubkultur
- Sabine Kroner (Berlin Mondiale, Gesellschaft für transkulturelle Kunst und partizipative Räume)
- Harry Sachs, Künstler, Zentrum für Kunst und Urbanistik (ZK/U) und Vorstand der ZUsammenKUNFT eG im Haus der Statistik
Moderation
Theresa Keilhacker, Architektin
16:30
Ausklang bei Gesprächen
18:00
Ende


Aktuelles
BaumFest am 28.9.25, 12-17 Uhr
@Stadtplatz Horstweg/Wundstraße
Die Klima-AG vom Kiezbündnis Klausenerplatz veranstaltet zusammen mit der Gruppe #Baumentscheid ein „BaumFest“ am Sonntag, den 28. September 2025, von 12:30 – 17 Uhr auf dem Stadtplatz in Charlottenburg, um für das Klimaanpassungsgesetz, mehr Stadtbäume und Stadtgrün zu werben (und ggf. Unterschriften für einen Volksentscheid zu sammeln).
Kommt zahlreich vorbei! Es gibt eine Kinderhüpfburg, Live Musik und Ihr lernt viel über Baumscheiben und Gehweg-Regentonnen.
Und es gibt eine kostenlose Wildstaudenausgabe!
Mehr infos: www.baumentscheid.de

Der Senat für Inneres und Sport hat am 04.06.2025 seine Machbarkeitsstudie für ein „Blaulichtmuseum“ im ehemaligen Straßenbahndepot in der Belziger Straße in Berlin-Schöneberg im Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses vorgestellt. Die Machbarkeitsstudie sieht die Einrichtung eines Museums für Polizei und Feuerwehr vor, das insbesondere der Auslagerung ausgemusterter Fahrzeuge dienen soll. Darüber hinaus sollen die „Traditionsbusse“ eines privatwirtschaftlichen Unternehmens ausgestellt werden. Dafür sollen am und im denkmalgeschützten Gebäude sowie auf dem ebenfalls denkmalgeschützten Areal umfangreiche bauliche Maßnahmen unternommen werden: Da der Flächenbedarf die verfügbare Fläche um über 40% übersteigt, soll der Boden aufwendig abgesenkt und ein weiteres Geschoss eingesetzt werden. Außerdem sollen Teilbereiche (z.B. die Kanzel an der Osthalle) abgerissen werden. Die Kostenschätzung beläuft sich auf den sehr hohen Betrag von über 62.526.919 Euro.
Externer Link zur Machbarkeitsstudie „Blaulichtmuseum“, PDF (62 MB): https://www.parlament-berlin.de/adosservice/19/Haupt/vorgang/h19-1387.D-v.pdf

Die bürgerschaftlich organisierte Initiative Tramdepot e.V. lehnt diesen Vorschlag aus mehreren Gründen ab:
1) Die geplanten Investitionen von über 62 Millionen Euro machen uns angesichts der aktuellen Einsparungen im sozialen und kulturellen Bereich fassungslos.
2) Die nötigen Investitionen werden voraussichtlich deutlich höher liegen, weil diverse Risiken in der Machbarkeitsstudie nicht ausreichend geprüft wurden, darunter das Baugrundrisiko, Naturschutzrisiko durch fehlendes faunistisches Gutachten, fehlende Beurteilung durch den Denkmalschutz, keine Prüfung der Regenwasserrückhaltung sowie hohe Belastungen durch Asbest/Bleifarbe/ PAK/Holzschutz/Mineralfasern.
3) Die Verträglichkeit von hohem Publikumsverkehr durch ein „Blaulichtmuseum mit überregionaler Strahlkraft, das auch für Pressekonferenzen genutzt werden soll…“ in einem hauptsächlich für Wohnen genutzten Gebiet
4) Eine Prüfung alternativer, besser geeigneter Standorte für das Blaulichtmuseum ist nicht erfolgt.
5) Die bezirklichen Belange bzw. die Wünsche und Bedürfnisse der Kiezbevölkerung werden nicht beachtet. Der Innensenat geht mutwillig über bestehende Vereinbarungen und Vorhaben hinweg.
Forderung an den Senat für Inneres und Sport
Die Initiative Tramdepot e.V. fordert den Senat für Inneres und Sport und die Senatorin Iris Spranger (SPD) auf, die Interessen der Bewohnerinnen von Berlin-Schöneberg zu berücksichtigen und von den Plänen der Einrichtung eines „Blaulichtmuseums“ an diesem Standort abzusehen. Die Nachbarschaft muss – wie mit dem Bürgerbeteiligungsverfahren 2017 initiiert – wieder aktiv in die Planung einbezogen werden. Das ehemalige Straßenbahndepot ist in seinem derzeitigen Zustand und mit weniger umfangreichen und kostenintensiven Umbaumaßnahmen als sozio-kulturelles Zentrum für die Nachbarschaft bestens geeignet. In Zeiten angespannter Haushaltslage, einer Krise diverser künstlerischer, kultureller und sozialer Einrichtungen in der Hauptstadt sowie zunehmender Politikverdrossenheit in der Gesellschaft bedarf es der Stärkung demokratischer und zivilgesellschaftlicher Initiativen. Das derzeitige Verhalten des Innensenats und dessen Verweigerungshaltung, mit Vertreterinnen von bürgerschaftlichen Initiativen gleichermaßen wie politischen Vertreter*innen des Bezirks ins Gespräch zu kommen, ist nicht angemessen.
Über Tramdepot e.V.
Die Initiative Tramdepot hat sich im Mai 2024 gegründet und setzt sich mit verschiedenen Aktivitäten wie Diskussionen, Demonstrationen, Kiezspaziergänge und Nachbarschaftsfesten für eine Aktivierung des ehemaligen Staßenbahndepots in der Belziger Straße in Berlin-Schöneberg als sozio-kulturelles Zentrum ein. Außerdem werden mit der Nachbarschaft Workshops für die Formulierung einer eigenen „Machbarkeitsstudie von unten“ durchgeführt. Ende 2024 hat sich der eingetragene Verein gegründet. Mitglieder*innen des Vereins sind Akteure aus Architektur, Kunst, Kultur, Soziales und Sport.
Website: https://tramdepot.berlin
Petition Tramdepot öffnen! Für ein neues soziokulturelles Zentrum in Berlin-Schöneberg auf change.org: https://www.change.org/p/tramdepot-öffnen-für-ein-neues-soziokulturelles-zentrum-in-berlin-schöneberg


Stadtwerkstatt · Karl-Liebknecht-Straße 11 · 10178 Berlin | 10.09.2025 · 19 Uhr
Eine Veranstaltung der Hermann-Henselmann-Stiftung
[ ► Veranstaltung – Programm ]
Berlin erlebt aktuell eine Abrisswelle. Viele Gebäude, wie der Düttmann-Bau An der Urania, das Constanze-Pressehaus und zahlreiche Wohnhäuser wurden bereits beseitigt. Weitere Bauten, wie das SEZ, die Stadtbibliothek Tempelhof oder die Pyramide am Hafenplatz sind vom Abriss bedroht. Gleichzeitig engagieren sich zahlreiche Initiativen gegen den Abriss von Gebäuden. Die Gründung der «Anti-Abriss-Allianz“» hat dieser Bewegung eine zusätzliche Dynamik beschert. Dennoch ist der Kampf für den Erhalt von Gebäuden nach wie vor schwierig, und viele Auseinandersetzungen enden doch mit dem Abriss.
Im Rahmen der Veranstaltung sollen Erfahrungen mit dem Anti-Abriss-Engagement ausgetauscht werden. Im Mittelpunkt soll die Frage stehen, wie Abrisse erfolgreicher verhindert werden können. Welche Strategien haben sich als erfolgreich erwiesen, welche Ansätze sind gescheitert? Zu diesen Fragen haben wir unterschiedliche initiativen eingeladen, die von ihren Erfahrungen berichten werden. Anschließend wollen wir uns über diese Erfahrungen auf einer Podiumsdiskussion austauschen.
Ablauf
Input-Vorträge
Sebastian Bartels (Berliner Mieterverein): Wohnungsabrisse in Berlin
Matthias Grünzig (Initiative Offene Mitte Berlin): Die Pyramide am Hafenplatz – Abrisspläne und Potenziale
Elke Michalsky (Initiative «SEZ für alle»): Der Kampf für die Erhaltung des SEZ
Ludwig Heimbach (Architekt): Die Rettung des Mäusebunkers
Alexander Stumm (Anti-Abriss-Allianz): Die Anti-Abriss-Allianz
Podiumsdiskussion
Welche Instrumente gibt es gegen den Abriss?
Welche zusätzlichen Instrumente könnten Abrisse verhindern?
Welche Strategien gegen Abrisse sind erfolgversprechend?
Moderation: Theresa Keilhacker, Architektin
Das Buch zeichnet einen Spaziergang durch das Haus Marlene Poelzig nach, in dessen Rahmen nicht nur das Gebäude noch einmal auflebt, sondern auch die verschiedenen Themen Aufmerksamkeit finden, die sich im Zuge der Debatte um das Haus aufgetan haben. Jeder Raum, der im Rahmen des Spaziergangs „betreten“ wird, ist Ort für ein Thema: Autor*innenschaft, Gleichberechtigung und Feminismen, Care-Arbeit und Architektur, Archivpraxis, Denkmalschutz und Substanzerhalt sowie Protestkultur. Rahmende Texte sowie Bildstrecken bringen die Inhalte zusammen und beleuchten Marlene Poelzigs Gesamtwerk.
Das Publikationsteam besteht aus Hannah Dziobek, Hannah Klein, Antonia Noll, Jan Schultheiß und Felix Zohlen. Die Grafik übernimmt Irene Szankowsky, und die Redaktion leitet Inga Krumme. Die Beiträge wurden von zahlreichen Autor*innen verfasst: Andrea Aranda, c/o now, Dr. Mary Dellenbaugh-Losse, Jennifer Dyck, Mariam Gegidze, Dr. Jeonghi Go, Dr. Heike Hambrock, Karin Hartmann, Anna-Maria Mayerhofer, Prof. Dr. Matthias Noell, Samira Ozminski, Dr.-Ing. Mary Pepchinski, Tanja Scheffler, Dr. des. Monica Tușinean, Prof. Dr. Volker Welter und weitere.
Samstag, 28. Juni 2025
Einlass: 18.30 UhrKino Babylon
Bezahlbarer Wohnungsbau
23.06.2025: Klimaschutz bei Vonovia & Co: Wer zahlt die Zeche?
Mieter:innen aufgepasst! Energetische Sanierungen, Modernisierungen & Wärmewende – was bedeutet das für uns? Wer profitiert, wer zahlt?
Mit dabei:
- Sebastian Gerhardt – Publizist & Bildungsreferent
- Elisabeth Staudt – Expertin für Gebäudeklimaschutz
- Sebastian Bartels – Jurist und Geschäftsführer BMV
Montag, 23. Juni 2025
18:30–20:30 Uhr
Kiezraum, Dragonerareal (hinter dem Finanzamt), Mehringdamm, 10963 Berlin

Podiumsdiskussion
19.06.2025: Zukunft von Genossenschaften in Berlin
Im Rahmen des 41. Runden Tisches Liegenschaftspolitik wurde deutlich: Das Thema Genossenschaften – insbesondere junge und neu gegründete – bewegt derzeit viele Akteur:innen in Berlin.
Genossenschaften leisten einen wichtigen Beitrag zu einer sozialen und gemeinwohlorientierten Stadtentwicklung. Gleichzeitig stehen sie vor großen Herausforderungen: Der Zugang zu landeseigenen Grundstücken ist oft erschwert, Förderstrukturen sind komplex, und politische Rückendeckung sowie Planungssicherheit fehlen vielerorts.
Gemeinsam mit Expert:innen aus Politik, Praxis und Zivilgesellschaft möchte die Initiative StadtnNeudenken diese Herausforderungen diskutieren und Wege aufzeigen, wie Genossenschaften in Berlin gestärkt werden können.
Die Initiative StadtnNeudenken lädt Sie herzlich ein, an der öffentlichen Paneldiskussion teilzunehmen und sich mit uns auszutauschen.
Donnerstag, 19. Juni 2025
19:00 Uhr
Café Nullpunkt (Friedrichstraße 23b, 10969 Berlin, ehemaliger Blumengroßmarkt)

Es wird vier Werkvorträge in den vier Disziplinen der Landschaftsarchitektur, der Architektur, der Innenarchitektur, sowie der Stadtplanung und eine anschließende Diskussion geben.
- Prof. Anupama Kundoo, building knowledge and building processes
- Dipl.-Ing. Wencke Schoger, Identität entdecken, Räume transformieren
- Prof. Dipl.-Ing. Irene Lohaus, Landschaftsarchitektin und Stadtplanerin, Demografie und Diversität
- Katharina Fender und Wiebke Blum, nexus Institut, gendersensible Stadtentwicklung und Partizipation – Einblicke in vorläufige Ergebnisse der ExWoSt-Studie „Gendergerechte Stadtentwicklung: Potenziale für nachhaltige und vielfältige Städte“
Anschließend an die jeweils 15-minütigen Vorträge aus den verschiedenen Fachperspektiven wird es eine gemeinsame Diskussion geben.
Ausklang bei Snacks und Getränken.
19. Juni 2025
18:30 UhrStadtwerkstatt (Berlin-Mitte)
Um Anmeldung wird gebeten (begrenzte Plätze): post@architektenfuerarchitekten.de
Podiumsdiskussion
08.04.2025: ARCH+ Salon | Solidarität und Gemeinnützigkeit – Alternativen zum finanzialisierten Wohnungsbau in Zürich und Berlin
Die Wohnpreise in den europäischen Großstädten steigen seit Jahren. Die Mieten belasten die privaten Haushalte enorm und der Lebensstandard sinkt. Der Ruf nach Deregulierung der Baubranche löst das Problem nicht: Neubauprogramme, die den Fokus allein auf Effizienzsteigerung durch Skalenökonomien legen, produzieren weder eine nachhaltige Stadt noch sichern sie langfristig bezahlbaren Wohnraum für untere Einkommensgruppen. Volksentscheide zur Vergesellschaftung finanzialisierter Wohnungsunternehmen werden angenommen, aber nicht umgesetzt. Aus diesen und anderen Gründen hat die Bundesregierung 2024 die Wohngemeinnützigkeit über drei Jahrzehnte nach deren Aufhebung wieder eingeführt.
Wieso ist das Prinzip der Gemeinnützigkeit so wichtig – und wie lässt sich die enge Beziehung zwischen Gemeinnützigkeit und einer Architektur des Wohnens beschreiben?
Um diese Fragen zu beantworten, ist die Auseinandersetzung mit der Geschichte des sozialen Wohnungsbaus genauso wichtig wie die Erfahrung aus Städten, die das Prinzip der Gemeinnützigkeit langfristig in ihrer Kommunalpolitik verankern konnten. Berlin zeichnet sich als Stadt von Solidaritätsbewegungen im Wohnen aus. Zürich sticht mit seiner hundertjährigen Kontinuität gemeinnütziger Wohnungsbaugesellschaften hervor.
Welche regulativen Instrumente – von Baustandards bis Eigenkapitalquote – braucht es, um heute eine Gemeinnützigkeit im Wohnen in punkto Spekulationsverzicht und Solidarität langfristig zu etablieren? Warum spielt die Stärkung von Organisationsstrukturen dabei eine so große Rolle?Wie kann Architektur dazu beitragen, Alternativen zu denken?
Anlass für das Gespräch sind die beiden Neuerscheinungen von Anne Kockelkorn, Susanne Schindler, Rebekka Hirschberg, Cooperative Conditions. A Primer on Architecture, Finance and Regulation in Zurich (gta Verlag, 2024) und Joanna Kusiak, Radically Legal. Berlin Constitutes the Future (Cambridge University Press, 2024).
Dienstag, 8. April 2025
19 UhrARCH+ Space
Friedrichstraße 23a
10969 Berlin

Wir, die Architekt*innengewerkschaft (in Gründung), setzen uns für faire Arbeits- und Lebensbedingungen von Architekturschaffenden ein. Wir organisieren uns, um strukturelle Missstände in der Branche, wie die Überstundenkultur, prekäre Anstellungsverhältnisse und schlechte Bezahlung kollektiv zu adressieren.
Als organisierte Gruppe können wir uns gegenseitig unterstützen, uns austauschen und gemeinsam gegen unfaire Arbeitsbedingungen vorgehen.
Bist du auch unzufrieden mit den Bedingungen in der Architekturbranche?
Dann komm zu unserem ersten offenen Treffen und lerne uns kennen – gemeinsam gestalten wir den Weg zu einer solidarischen Architekt*innengewerkschaft!
Samstag, 15.Februar 2025
18 UhrKiezraum Dragoner Areal
U Mehringdamm, Berlin

Behalten und Umgestalten in unserer Stadt
WALK AND TALK – Veranstaltungsserie der Hybrid Plattform
Die Veranstaltungsserie „Was geht ?! Behalten und Umgestalten in unserer Stadt“ ist ein Walk and Talk Format. Auf Spaziergängen diskutieren Expert*innen beider Hochschulen gemeinsam mit Teilnehmenden akute Problemstellungen unserer Stadt. Was passiert mit altem Baubestand? Wie können wir alte Gebäude an Klimaveränderungen anpassen? Wie schaffen wir unsere Stadt ökologisch zu transformieren, anstatt durch Abriss nur noch mehr Abfall zu produzieren und Ressourcen zu verschwenden?

Seien Sie eingeladen gemeinsam die Stadt zu Fuß zu erkunden und durch Diskussionen zusammen ins Handeln zu kommen.
Zweiter Termin: Donnerstag, 30. Januar, 15 Uhr
Ort: Kunstgewerbemuseum am Kulturforum, Matthäikirchplatz, 10785 Berlin
Veranstalter: Hybrid Plattform
Hinweis: Eintritt frei. Keine Vorregistrierung erforderlich
Kontakt: Dr. Anne Kurr, Dr. Michael Fowler
Das Kulturforum ist ein beeindruckendes architektonisches Ensemble von Museen, der Staatsbibliothek und der Philharmonie. Bauwerke von Mies van der Rohe, Hans Scharoun, Edgar Wisniewski, Rolf Gutbrod und wahrscheinlich demnächst von Herzog & de Meuron mit dem geplanten „Museum der Moderne“, bilden einen spannenden kulturellen Ort in der Mitte Berlins.
Betrachten wir das Kulturforum unter Nachhaltigkeitskriterien legt sich jedoch ein Schatten über die Gebäude. Größtenteils müssten viele Museumsgebäude dringend saniert werden und der Museumsbetrieb gründlich auf Energieeffizienz überprüft und verändert werden. Des weiteren steht der geplante Neubau des Museums der Moderne seit der Planungsphase sehr in der Kritik. Nicht nur unter ästhetischen Gesichtspunkten, sondern auch die Umweltbilanz lässt für ein Gebäude für das 21. Jahrhundert sehr zu wünschen übrig. Auch unter grünen städtebaulichen und sozialen Gesichtspunkten ist das Kulturforum eher ein versiegelte Betonfläche. Wie kann das Ensemble durch Grünflächen und Partizipationsräume umgestaltet werden? Diese Konflikte um die Sanierung des Bestands, Kritik am Neubau und der landschaftlichen Umgestaltung diskutieren wir gemeinsam mit Expert*innen vor Ort. Kommen Sie vorbei!
Referent*innen:
- Theresa Keilhacker, Präsidentin der Architektenkammer Berlin, spricht über die Klimakrise und Bauwende, über die Schwerfälligkeit der Institutionen und die Rolle der Architektenkammer. Sie reflektiert über Sanierung und Renovieren anstelle von Neubauten anhand des Kulturforums und darüber hinaus.
- Sibylle Hoiman, Direktorin des Kunstgewerbemuseums der Staatlichen Museen zu Berlin, erläutert uns die baulichen und energetischen Problemen des Kunstgewerbemuseums und eröffnet uns Einblicke in die Rolle des Neubaus bei der Verschleppung der Sanierungsmaßnahmen am Kulturforum selbst. Dabei behandelt sie die Fragen, was ist ein klimaneutrales Museum, was steht dagegen? Wie kann man so etwas in Berlin angehen?
- Véronique Faucheur, Landschaftsarchitektin Atelier le balto, beschäftigt sich mit Fragen der Klimakrise und der Anlage des Kulturforums und setzt sich für Freiräumen mit Mitteln der Landschaftsarchitektur ein. Dabei spricht sie über die Position ihres Atelier le balto und der allgemeinen Landschaftsarchitektur in Berlin, Deutschland und Frankreich. Wo stehen unsere Städte mit ihrer Klimaresilienz? Welche positiven Schlüsse kann man aus der Baumschule als ephemeres Konzept zur Verbesserung der Lage und Lernprozess für das Kulturforum und der Bevölkerung ziehen?
Podiumsdiskussion
20.01.2025: Boden, Eigentum & Naturzerstörung. Die Bodenfrage als Schlüssel zur Lösung sozial-ökologischer Krisen?
In den aktuellen Debatten um die sich zuspitzenden sozial-ökologischen Krisen spielt der Boden bislang kaum eine Rolle. Seine Bedeutung arbeiten Tanja Busse und Christiane Grefe in ihrem neuen Buch Der Grund (Wissensbuch des Jahres 2024) prägnant heraus.
Die Thesen des Buches diskutieren wir mit den Autorinnen und unseren Gästen Detlef Gerdts (BUND), Benedikt Heyl (Deutsche Wohnen & Co. enteignen!) und Judith Nurmann (Architects 4 Future).
Um den planetaren Grenzen gerecht zu werden, braucht es eine Bodenwende – doch wie könnte diese aussehen? Welche Herausforderungen birgt die primär auf wirtschaftliche Erträge zielende Bodennutzung? Welche Chancen bietet dabei Vergesellschaftung über herkömmliche planerische und bodenpolitische Ansätze hinaus?
Montag
20.01.2025, 19:00 Uhr
Kiezraum Dragonerareal
U Mehringdamm
Podiumsdiskussion
12.01.2025: Die Plattmacher – Palast der Republik, Jahn-Stadion und jetzt das SEZ? Eine Intervention.
Die Ära der Privatisierung des Gemeinguts SEZ ist zu Ende. Doch statt einer Wiedereröffnung droht nun der Abriss. Das Berliner Sport- und Erholungszentrum (SEZ) ist ein legendäres Freizeitparadies und ein ikonisches Beispiel der Architektur der Ostmoderne. Millionen von Besucher*innen nutzten seine lichtdurchfluteten Räume für Erholung und Sport. Aber 2003 verkaufte das Land Berlin das Gebäude für nur einen Euro an einen privaten Käufer. Nach langem Rechtsstreit hat Berlin wieder die Schlüssel für das Gebäude.
Zehn Jahre haben Bürger*innen für diese Rekommunalisierung gekämpft. Aber Bausenator Christian Gaebler möchte das nun SEZ komplett abreißen, um auf dem Gelände neu zu bauen. Für ein Schwimmbad gäbe es keinen Bedarf. Das SEZ soll stattdessen Wohnungen und einer Schule weichen. Doch dagegen regt sich Widerstand aus der Stadtgesellschaft. Mehrere Petitionen fordern die Sanierung und Wiedereröffnung des gesamten SEZ. In Friedrichshain gibt es kein einziges Schwimmbad mehr, und auch sonst fehlt es an sozialer Infrastruktur für Sport und Erholung. Architekt*innen weisen auf die Qualität und Einzigartigkeit des Gebäudes hin. Dazu kommt, dass dem Abriss des fast vollständig intakten Multifunktionsgebäudes auch ökologische Gründe entgegenstehen.
Rund um das SEZ besteht also Diskussionsbedarf. Dieser Aufgabe wollen wir uns gemeinsam mit Podiumsgästen und Publikum stellen. Die Argumente der Abrissbefürworter kommen auf die Bühne – gemeinsam prüfen wir sie auf ihre Stichhaltigkeit, künstlerische Interventionen inbegriffen. Mit Theresa Keilhacker, Präsidentin der Berliner Architektenkammer, Carl Waßmuth, Gemeingut in BürgerInnenhand, Niloufar Tajeri, Architekturtheoretikerin und Aktivistin, sowie Daniel Fuhrhop, Wohnwendeökonom.
12. Januar 2025
um 17:00 Uhr
Roter Salon
Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz
Eintritt: 8 Euro
Weiter Informationen:
https://www.gemeingut.org/events/die-plattmacher-palast-der-republik-jahn-stadion-und-jetzt-das-sez-e2-80-a2-eine-intervention/
Zu seiner Jahrestagung mit Bundesbauministerin Klara Geywitz lädt das Kompetenzzentrum Großsiedlungen am 12. Dezember 2024 um 10 Uhr in die BIOSPHÄRE Potsdam, Georg-Hermann-Allee 99 in 14469 Potsdam ein.
Die Tagung wird gefördert vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen.
Das Kompetenzzentrum Großsiedlungen hat in seiner Jahrestagung 2023 den Beitrag urbaner Infrastrukturen für die Lebensqualität der Nachbarschaften und die Attraktivität der Quartiere diskutiert. Wir wollen die Diskussion mit einem neuen Schwerpunkt fortsetzen: es geht um das Bild der Großsiedlung in der Öffentlichkeit.
Dabei schauen wir auf den Bestand, ebenso wie auf die Ansprüche an den Bau neuer großer Quartiere. Der drängende Wohnungsbedarf führt zur Notwendigkeit eines schnelleren Wohnungsbaus mit hohen Stückzahlen. Die vom Bundeskanzler angeregte politische Diskussion über neue Großsiedlungen ist Anlass für einen fachlichen Austausch darüber, welche Lehren aus dem Siedlungsbau des 20.Jh. gezogen werden können und wie die großen Wohnsiedlungen heute und in Zukunft wahrgenommen werden.
Die beabsichtigte Tagung zielt also nicht nur auf den Bestand, sondern ebenso auf die Ansprüche an den Bau neuer großer Quartiere. Damit stellen sich u.a. folgende Fragen:
– Wie kann der in der Öffentlichkeit verbreiteten eher skeptischen Wahrnehmung der vorhandenen Großsiedlungen entgegengewirkt werden?
– Welche Rolle kann die ästhetische Qualität des erneuerten Bestandes und des ergänzenden Neubaus für den Imagegewinn der Großsiedlungen spielen?
– Wie stark werden Attraktivität und Image von Großsiedlungen durch vielfältige Angebote an Infrastruktur geprägt?
– Welche Erfahrungen des Großsiedlungsbaus der 1920er bis 1980er Jahre sind übertragbar auf neue große Stadtquartiere – welche Fehler sind zu vermeiden?
Zudem interessiert der internationale Blick: was kann Deutschland von anderen Ländern lernen? Dabei knüpfen wir an den Internationalen Workshop „Strategien für die Weiterentwicklung von Großsiedlungen“ vom Juli 2023 an, der Experten aus sechs westeuropäischen Ländern zusammengeführt hat.
Melden Sie sich bitte rechtzeitig an. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt!
Anmeldung und Programm hier

BUND, Verdi und vielen anderen wollen den Protest gegen die Haushaltskürzungen von CDU & SPD auf die Straße bringen!
Die Streichliste von CDU und SPD ist eindeutig und Klima- und Naturschutz stehen auf der Abschussliste weit oben. Nachdem die bei der CDU ungeliebten Fahrradwege bereits politisch ausgebremst wurden, geht es jetzt dem ÖPNV, dem Klimaschutz und dem Naturschutz an den Kragen. Unter anderem bei den bezirklichen Koordinationsstellen für Umweltbildung soll massiv gespart werden, was die bisher sehr erfolgreiche Arbeit gefährdet. Darum gehen wir am Mittwoch, den 11.12.2024, zusammen vor dem Roten Rathaus gegen die Haushaltskürzungen auf die Straße.
Die Kundgebung startet um 16.30 Uhr und wir wollen mit einem bunten Umweltblock dabei sein. Dafür treffen wir uns um 16.15 Uhr am Ausgang der U-Bahn (U5 Rotes Rathaus) an der Spandauer Straße und gehen dann gemeinsam zur Kundgebung.

Wie baut man, wenn es eine CO₂-Obergrenze gibt?
Handlungsansätze für eine lebenszyklusorientierte Baupraxis
„Wir haben kein Erkenntnisproblem, sondern ein Umsetzungsproblem“, so Roman Herzog bereits 1997 in seiner legendären „Ruck-Rede“ zum Aufbruch in ein neues Jahrhundert. Um die Bauwende aktiv voranzutreiben, widmet sich die ReBuilt Werkstatt-Reihe von Bauhaus Erde der Entwicklung konkreter Ansätze für eine lebenszyklusorientierte Baupraxis in der Region Berlin-Brandenburg. Die Veranstaltungsreihe richtet sich an Stakeholders aus Planung, Verwaltung und Entwicklung.
In unserer Werkstatt #2 stehen zirkuläre Planung, Bilanzierung und die Entwicklung von Neubau und Bestand im Mittelpunkt. Theresa Keilhacker (Architektenkammer Berlin), präsentiert den neuen „Leitfaden zu Planen und Bauen im Kreislauf“. Eva-Maria Friedel (Bauhaus Earth), gibt Einblicke in die im ReBuilt-Projekt entwickelte Lebenszyklusanalyse und deren Anwendung auf regionale Gebäudetypologien.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf einer möglichen Deklarationspflicht und einem Benchmarking-System für CO₂-Emissionen im Gebäudesektor. Diese könnten entscheidend dazu beitragen, die Verwendung naturbasierter Baustoffe zu fördern. Aktuell fehlen jedoch klare Ansätze und politisches Handeln. Deshalb möchten wir folgende Fragen diskutieren:
🌿 Welche Benchmarks sind relevant, um klimaneutrale bzw. klimapositive Ziele im Neubau und in der Bestandssanierung effektiv umzusetzen?
🌿 Mit welchen konkreten Strategien kann die Bauwende beschleunigt werden?
Anmeldung (bis 4. Dezember) und das detaillierte Programm hier:
https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSfL6DFIn7UU5Z0Os0LYpOZXg8zEgC8FRqrX9V9aW6Pu0AmCUw/viewform

Bezahlbares Wohnen ist die drängendste soziale Frage in Berlin.
Die Gewerkschaften, der Berliner Mieterverein und Sozial- und Wohlfahrtsverbände fragen:
Welche Antworten gibt die Berliner Landesregierung?
Wie kann neuer und bestehender Wohnraum bezahlbar und bedarfsgerecht gestaltet werden?
Wie sieht es aus mit der Barrierefreiheit?
Diese Fragen klären wir mit:
Christian Gaebler, Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
Christine Braunert-Rümenapf, die Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen
Montag, 09. Dezember 2024
17 Uhrim AIDA-Saal, ver.di Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10,
10179 Berlin
nähe S-Ostbahnhofweitere Inormationen und Anmeldung hier
Kundgebung
06.12.2024: AKTION LICHTERBAUM
Für den lebensfreundlichen B-Plan-Kompromiss, die Berliner Stadtnatur und nachhaltige Stadtentwicklung!
Für Frieden, Demokratie und Zusammenhalt!
Es sprechen:
- Theresa Keilhacker | Bündnis Klimastadt Berlin 2030
- Uwe Hiksch | NaturFreunde Berlin
- Manfred Schubert | Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz (BLN)
- Michael Hufen | Pfarrer Ev. Kirchengemeinde Alt-Pankow
- N.N. | Initiative BaumEntscheid
- Grit Bürgow | Pankower Runder Tisch „Kiez macht Klima und integriert!“
- Britta Krehl | BI Grüner Kiez Pankow
Freitag, 06. Dezember
17 UhrOssietzkydenkmal
Ossietzkystraße 20
13187 Berlin

Ausstellung
05.12.2024 – 16.02.2025: DESSAUER STRASSE UND ANDERE GESCHICHTEN VOM EMANZIPATORISCHEN WOHNUNGSBAU
Ausstellung im DAZ
6. Dezember 2024 – 16. Februar 2025
ERÖFFNUNG
5. Dezember 2024, 19 Uhr
Eingebettet in eine zunehmend progressive Frauenbewegung verwirklichten im Zuge der IBA Berlin 1987 Architekt:innen an der Dessauer Straße in Berlin-Kreuzberg ihre Ideen vom emanzipatorischen Wohnungsbau. Die Ausstellung spürt mithilfe von Interviews, Schriften, Modellen und Zeichnungen nicht nur emanzipatorischen Architektur- und Lebenswelten seit den frühen 1980er Jahren nach, sondern wirft Fragen nach Bedarf und Praxis eines bezahlbaren, diversen und sozial gerechten Wohnungsbaus bis heute auf.
Mit künstlerischen Beiträgen von
Pınar Öğrenci, Aline Bonvin Diarra, Sver Immel, Hanna Prenzel, Marisa Reichert, Poligonal und Rory Midhani.
Mehr auf www.daz.de/de/dessauer-strasse-ausstellung/
Tagung
25.11.2024: FORUM DIE GRÜNE STADT 2024 – Die Grüne Stadt und die Herausforderungen der Zukunft
Auf der Fachveranstaltung Die Grüne Stadt und die Herausforderungen der Zukunft steht die Rolle der grünen Branche und die Zukunft der kommunalen Grünflächen im Fokus. Zu Wort kommen nationale und internationale Expert:innen für Stadtgrün sowie hochrangige Vetreter:innen der grünen Verbände.
Wie lassen sich kommunale Freiräume in Krisenzeiten nachhaltig weiterentwickeln?
Was macht Zukunftsorte für urbane Lebens- qualität und sozialen Zusammenhalt aus?
Mit welchen Strategien gelingt es der grünen Zunft, die gesellschaftliche Akzeptanz von Stadtgrün in Zeiten der Polykrise zu erhöhen?
Weitere Informationen und Anmeldung hier
Montag, 25. November 2024
Allianz Forum
Pariser Platz 6, 10117 BerlinTeilnahmegebühr (normal) 95 € / Studierende 25 €

Die Hermann-Henselmann-Stiftung
— mit freundlicher Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung und in Kooperation mit dem Helle Panke e.V. und dem kommunalpolitisches forum e.V. (berlin) haben namhafte Expert:innen eingeladen, um ihre Sicht auf gesellschaftliche und stadträumliche Veränderungen zu erfahren und mit ihnen darüber ins Gespräch zu kommen. Wie entwickelt sich die Stadt im 21. Jahrhundert? Welche gesellschaftlichen, planerischen und baulichen Weichenstellungen müssen erfolgen, um sozialräumliche Spaltungen zu überwinden, veränderten Mobilitätsbedürfnissen und Lebensweisen gerecht zu werden sowie auf die Bedrohung der Klimakrise zu reagieren? Und wie kann das gelingen? Wo steht Berlin bei diesen Herausforderungen, was tut sich anderswo? Diesen Fragen sollen in den kommenden Kolloquien nachgehen.
Weiter Informationen, Programm und Anmeldung hier
Samstag, 23. November 2024
11 UhrSaal
Rosa-Luxemburg-Stiftung
Straße der Pariser Kommune 8a
10243 Berlin
In den zwei Panels „Orte mit Substanz“ sowie „Engagement und Partizipation“ widmen sich Fachleute im Symposium „Substanz?“ den wichtigen Themen Denkmalschutz und Umbaukultur.
Wieviel Substanz muss in einem Denkmal erhalten sein? Kann der Nutzwert eines Denkmals über der Originalität stehen? Können wir mehr schützen mit weniger Beschränkungen? Wie können der Umbau von und der Umgang mit „schützenswerter Alltagssubstanz“ zum Normalfall werden?
Aus vielen Perspektiven beleuchten die Teilnehmenden den Umgang mit baukulturellem Erbe.
Weitere Informationen hier

20. November 2024
13.00 bis 17.30 UhrKunstgewerbemuseum Berlin
Johanna und Eduard Arnhold Platz (ehem. Matthäikirchplatz)
10785 Berlin
Digitales Live-Event
18.11.2024: Bürgerengagement für Berlins Grün: Regenwasser nutzen
Viele Berliner:innen gießen in Trockenzeiten die Bäume und Pflanzen vor ihrer Haustür. Die Bezirke Charlottenburg-Wilmersdorf und Friedrichshain-Kreuzberg unterstützen dieses Engagement und genehmigen, unter bestimmten Voraussetzungen, Regentonnen im öffentlichen Raum. So kann Regenwasser von Dächern gesammelt werden.
In der 14. Ausgabe der Berliner Regenreihe zeigen Vertreter des Landes Berlin, der Bezirke und engagierte Bürger:innen anhand konkreter Beispiele, was rechtlich möglich ist, wie Berlin das Thema voranbringt und wie Bürger:innen sich für Regenwasserprojekte und mehr Grün in der Stadt engagieren können. Ziel ist es, Bürger, Initiativen, Vereine und weitere Bezirke zu motivieren, aktiv mitzumachen.
Weiter Informationen und Anmeldung hier
Montag, 18.11.2024
10:00-12:30 Uhr
Digital und kostenfrei
Berlin hat ein Mietenproblem: Es fehlt an bezahlbarem Wohnraum und günstigen Räumen für soziale, kulturelle und nachbarschaftliche Nutzungen ebenso wie für Kleingewerbe. Dennoch stehen ganze Häuser leer, in Folge von Fehlplanungen, aus privatwirtschaftlichem spekulativen Interesse oder auch aufgrund des Unwillens der Verwaltung, zivilgesellschaftliche Nutzungen zuzulassen.
Am Sonntag, den 17. November 2024, ab 12 Uhr veranstalten die Stadtbodenstiftung zusammen mit FESeV einen Kiezspaziergang in Lichtenberg zu Orten langjährigen Leerstands. Wir diskutieren die Hintergründe und sprechen mit Initiativen, die sich teils schon jahrelang für kollektive Nutzungen einsetzen. Eine gute Möglichkeit des Austauschs für alle, die sich mit unterschiedlichen Mitteln für eine Stadt von Unten einsetzen wollen!
12:00 Uhr: Startpunkt Rummelsburger Bucht, S-Bahnhof Ostkreuz
Paul-und-Paula-Ufer, 10317 Berlin
13:30 Uhr: Zwischenstopp Mauritiuskirchcenter, S-Bahnhof Frankfurter Allee
Mauritiuskirchstraße 3, 10365 Berlin
15:00 Uhr: Abschluss Nettobrache, Bus und Tram Betriebshof Lichtenberg
Siegfriedstraße Ecke Gotlindestraße, 10365 Berlin
Mit Infos und Gesprächen zu: Rummelsburger Bucht, Türrschmidtstraße 1, Victoria-Center, Das Dreieck, Mauritiuskirchcenter, Frankfurter Allee 187, MfS-Gelände, Werkstatthof FESeV, Nettobrache Siegfriedstraße.
Sonntag, 17. November
12 UhrRummelsburger Bucht, S-Bahnhof Ostkreuz
Paul-und-Paula-Uferweitere Informationen hier

Am 16. November 2024 werden von 13 – 18 Uhr in der NochMall, dem BSR-Gebrauchtwarenkaufhaus, zahlreiche kostenlose Mitmach- und Informationsstände vieler Berliner Zero Waste Akteur:innen angeboten. Themen, wie Reparatur, Lebensmittelverschwendung und Upcycling zeigen, auf welchen Wegen Abfallvermeidung im Alltag umsetzbar ist. Und zu einem guten Festival gehören natürlich auch Snacks, Getränke und vielen kleine Überraschungen!
Interessiert? Dann komm vorbei und unterstütze Berlin auf dem Weg zu Null Verschwendung!
Weitere Informationen hier
Samstag, 16. November 2024
13 – 18 UhrNochMall
Auguste-Viktoria-Allee 99, Berlin Reinickendorf

Die Nachbarschaftsinitiative Friedenau e.V. lädt zusammen mit den Architects4Future Berlin und den Nachbar*innen von Friedenau/ Steglitz/ Zehlendorf, zu einer Mahnwache gegen den Komplettabriss des historischen Gebäudeensembles in der Rheingaustraße 30 in Berlin Friedenau ein.
Das ehemalige Umspannwerk von 1905 mitten im Herzen von Friedenau soll vollständig abgerissen und durch einen 5-geschossigen, gesichtslosen Neubau mit ca. 69 Eigentumswohnungen und Tiefgarage ersetzt werden!
Das ist sowohl aus sozialer, städtebaulicher als auch ökologischer Sicht ein Desaster!
Das Gebäude steht bereits in der Roten Liste des Kulturerbenetz Berlin: https://kulturerbenetz.berlin/rote-liste-objekt/?id=166
Die Initiativen fordern einen sofortigen Abriss-Stopp des historischen Gebäudearsenals und eine Prüfung, ob der restliche Gebäudeteil unter Denkmalschutz gestellt werden kann.
Außerdem fordern sie, dass sich in Deutschland politisch schnell etwas ändert: Ein Gebäudeabbruch sollte nur noch in absoluten Ausnahmefällen und mit einer ausführlichen, nachvollziehbaren Begründung genehmigt werden!
Donnerstag 07. November
18.30 UhrRheingauer Straße 30
Berlin Friedenau
Alljährlich treffen sich Unternehmer, Bauleiter und Sachverständige aus dem Gebiet der Bauwerkserhaltung auf der dreitägigen Fachtagung. Während der Veranstaltung werden Fachvorträge über den aktuellen Wissensstand der Branche gehalten. Dabei werden praktisch erprobte Regeln der Technik präsentiert, die für die Altbausanierung relevant sind.
Der Bundesverband Feuchte & Altbausanierung e.V. vergibt hier seit 2002 mit Unterstützung des Fraunhofer IRB Verlag alljährlich den Wettbewerb „Nachwuchs-Innovationspreis Bauwerkserhaltung“. Mit der Auszeichnung werden herausragende wissenschaftliche Leistungen im Bereich der Bauwerkserhaltung gewürdigt.
Teilnahme für Azubis & Studierende kostenlos (auf 100 Plätze beschränkt, Anmeldung bis 28.10.2024)
Standardticket 610,- Euro
07. – 09. November
Musik- und Kongresshalle Lübeck
Weitere Informationen hier
Unter dem diesjährigen Motto „Artenschutz und Biodiversität an Gebäuden in Berlin und Brandenburg“ rief die Plattform Nachwuchsarchitekt*innen 2024 wieder alle Kreativen auf, ihre ungebauten, nicht realisierten Entwürfe zu diesem Thema aus den Schubladen und von den Wänden zu holen.
Die nun ausgewählten, prämierten Arbeiten wollen wir gemeinsam mit Euch bei einem Round Table Talk diskutieren.
Netzwerkpartner und fachliche Begleitung: Nabu Berlin
Weitere Informationen hier
Donnerstag, 24.10.2024
18:30 UhrLadenlokal
Nazarethkirchstr. 39
13347 Berlin
U-Leopoldplatz

Symposium
15.10.2024: Denkmal demokratisch! – Räume für Teilhabe, Mitbestimmung und internationalen Austausch
Das Ortskuratorium Berlin der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) lädt in Kooperation mit dem Internationalen Begegnungszentrum der Wissenschaft e. V. (IBZ Berlin) und dem KulturerbeNetz.Berlin ein zu einer Vortragsveranstaltung mit Führung unter dem Titel „‘Denkmal demokratisch!‘ – Räume für Teilhabe, Mitbestimmung und internationalen Austausch“.
Gegenstand der Vorträge sind zwei Baudenkmale aus dem 20. Jahrhundert, das IBZ Berlin und das Bogensee-Areal in Wandlitz. Während das IBZ Berlin als junges Baudenkmal mit den Ideen des Weiterdenkens, das IBZ als Lernort für den neuen Umgang mit Vorhandenem und das IBZ-Dach als städtischer Begegnungs-, Wohn- und Grünraum betrachtet werden, rückt nach der musikalischen Pause ins Blickfeld das architektonisch und erinnerungskulturell wichtige Denkmalensemble des Bogensee-Areals auf 17 Hektar Fläche mit der Goebbels-Villa von 1939 und der FDJ-Jugendhochschule „Wilhelm Pieck“ von 1946.
Weiter Informationen hier.
Programm hier downloaden.
Dienstag, den 15. Oktober 2024
17.00 Uhr bis 21.00 UhrIBZ Berlin
Wiesbadener Straße 18
14197 Berlin-WilmersdorfEintritt ist frei
Anmeldung hier
Podiumsdiskussion
01.10.2024: Wohnungsneubau vs. Klimaschutz – ein Zielkonflikt?
Das politische Bildungsforum Berlin der Konrad-Adenauer-Stiftung organisiert mit Unterstützung des Berliner Bündnis Nachhaltige Stadtentwicklung (BBNS), einem Zusammenschluss von derzeit 41 Bürgerinitiativen aus ganz Berlin, die Veranstaltung „Wohnungsneubau vs. Klimaschutz – ein Zielkonflikt?“.
„Wer das Stadtklima schützen will, muss entsiegeln, statt zu bebauen.“ – „Wer Wohnungsneubau vorantreiben will, muss an die Grün- und Freiflächen ran.“
Entlang dieses vermeintlichen Antagonismus wird die Debatte um Wohnungsneubau und Klimaschutz oftmals geführt. Dabei verweisen Fachleute seit Jahren auf Konzepte, die das eine mit dem anderen verbinden und Bürgerinitiativen selbst haben schon alternative Vorschläge für eine behutsamere Nachverdichtung von Wohnquartieren vorgelegt.
Welche Folgen hat die Beseitigung von Stadtgrün zum Zwecke des Wohnungsneubaus für Berlin und seine Bewohner? Woran scheitert die Umsetzung alternativer Konzepte und welche Schritte müssten unternommen werden? Wie wirkt sich die derzeit oftmals nur pro forma vollzogene Bürgerbeteiligung im Rahmen derartiger Bauvorhaben aus?
Um diese Fragen soll es am 1. Oktober in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung gehen. Sie sind herzlich eingeladen, dabei zu sein und mitzudiskutieren.
Referenten:
Theresa Keilhacker (Präsidentin der Architektenkammer Berlin),
Christian Hönig (Abteilungsleiter Biodiversität – BUND),
Dr. Claudia Leistner (Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung, Straßen, Grünflächen und Umwelt und Naturschutz – Bündnis 90/Die Grünen),
Dietmar Stengel (BI Rettet den Ilse-Kiez – für das BBNS)
Nadja Zivkovic (Bezirksbürgermeisterin Marzahn-Hellersdorf – CDU),
Ulrich Schiller (GF der HOWOGE)
Bausenator Gaebler möchte nicht teilnehmen und auch keinen Vertreter des Senats für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen entsenden
Moderation:
Dr.-Ing. Anja Steglich
Weiter Informationen uns Anmeldung hier
01. Oktober
18:30 Uhr
KAS Akademie
Tiergartenstraße 35,
10785 Berlin
Podiumsdiskussion
25.09.2024 SEZ – Abriss alternativlos?
seit einigen Monaten ist die Stadt Berlin nach einem gewonnenen Rechtsstreit wieder Eigentümerin des SEZ und des dazugehörigen Geländes. Der Berliner Senat plant nach eigener Aussage den vollständigen Abriss des SEZ und eine Bebauung mit Wohngebäuden und einer Schule. Angesichts des Mangels an Sport- und Freizeitangeboten in Friedrichshain und des gebotenen Ressourcenschutzes ist es jedoch absurd, das intakte Gebäude abzureißen. Damit die Nutzung dieses städtischen Raums nicht an den Bedürfnissen der Menschen in Friedrichshain vorbeigehen, ist eine Mitwirkung der Anwohnerinnen und Anwohner wichtig. Deshalb lädt das Wahlkreisbüro von Damiano Valgolio (MdA) am 25. September zu einer Diskussionsveranstaltung ein.
Es diskutieren
- Theresa Keilhacker, Präsidentin der Berliner Architektenkammer
- Katrin Lompscher, ehem. Senatorin für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
- Carl Waßmuth, Gemeingut in BürgerInnenhand (GiB) e. V.
- Susanne Lorenz, SEZ für alle
- Damiano Valgolio, Sprecher für Arbeit und Wirtschaft der Linksfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus
- Mathias Schulz, Sprecher für Stadtentwicklung der SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus (angefragt)
weiter Informationen hier
25. September
18 Uhr Einlass / 19 Uhr Beginn
Aula der Evangelischen Schule
Petersburger Platz 5, 10249 Berlin
Demonstration
15.09.2024: Tramdepot öffnen! Demonstration für ein neues soziokulturelles Zentrum in Berlin-Schöneberg
Der politische Prozess rund um das Straßenbahndepot in der Belziger Straße in Berlin-Schöneberg ist seit vielen Jahren festgefahren. Momentan wird das denkmalgeschützte Areal mit 15.000 qm Fläche mitten im Wohngebiet mit Stacheldraht aus dem gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen und minderwertig als Abstellfläche genutzt.
Die Zukunft des Tramdepots ist offen! Der politische Prozess muss transparent geführt werden und im Interesse der öffentlichen Bedarfe! Die Polizei muss alternative Standorte für die Unterbringung der sichergestellten Fahrzeuge (z.B. leerstehende Tiefgaragen etc.) prüfen. Das denkmalgeschützte Areal sollte zum öffentlichen Raum werden und das Quartier mit kulturellen und sozialen Nutzungen bereichern! Die Bürger:innen müssen konsequent in die Entwicklung der Liegenschaft eingebunden werden! Das Tramdepot muss bis zum Umbau für eine soziale Zwischennutzung geöffnet werden!
Speaker:
Catherina Pieroth-Manelli (Grüne, Abgeordnetenhaus von Berlin)
Bertram von Boxberg (Grüne, BVV Tempelhof- Schöneberg)
Katalin Gennburg (Linke, Abgeordnetenhaus von Berlin)
Kristin Lazarova (Urbane Praxis e.v.
Carla Schwarz (S27 – Kunst und Bildung)
Livia Patrizi (Künstlerische Leitung, TanzZeit e.V./TANZKOMPLIZEN)
Elfi Greb (Künstlerin Schöneberger Art e.v.)
Sven Hübner (Akazienkiezblock)
Moderation:
Clara Schütz / Alexander Stumm (Initiative Tramdepot)
Sonntag, 15.09.2024, 12–14 Uhr
Belziger Straße 52–58, Berlin

Ansicht Straßenbahndepot in der Belziger Straße, 2024. Foto: Alexander Stumm


Im Frühjahr 2024 kooperierten die Gewerkschaft ver.di und Fridays for Future mit der Kampagne „Wir fahren zusammen“. Im Fokus standen Tarifverhandlungen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) mit dem Ziel, sowohl den klimapolitisch notwendigen Ausbau des ÖPNVs als auch verbesserte Arbeitsbedingungen zu erstreiten.
Die Kampagne „Wir fahren zusammen“ verdeutlicht, wie wichtig und erfolgreich eine Zusammenarbeit zwischen Gewerkschaften und Klimabewegungen sein kann, wenn sie ökologische und soziale Ziele zusammendenkt. Im Rahmen der Veranstaltung werden wir gemeinsam mit der Autorin und Aktivistin Franziska Heinisch diskutieren, welche Erkenntnisse aus der Kampagne „Wir fahren zusammen“ gezogen werden können.
Es ist unstrittig, dass das politische Ziel, die Fahrgastzahlen im ÖPNV bis 2030 zu verdoppeln, nur durch verbesserte Arbeitsbedingungen und eine verstärkte Finanzierung des ÖPNV erreicht werden kann. Der Ausbau eines bedarfsgerechten und flächendeckenden ÖPNV ist an vielen Stellen unzureichend und schlechte Arbeitsbedingungen verschärfen den Mangel an Fachkräften. Es wird vorausgesagt, dass bis 2030 ein Defizit von etwa 100.000 Stellen entstehen wird.
Wie können wir soziale und ökologische Ziele effektiv miteinander verbinden und in politisches Handeln umsetzen? Wie können umweltpolitische Akteur*innen und Gewerkschaften auf eine sinnvolle Weise zusammenarbeiten? Welche Herausforderungen und Möglichkeiten bieten solche Kooperationen?
Veranstalter: Promotionskolleg „Gute Arbeit in einer transformativen Welt“
Weitere Informationen hier
Mittwoch, 11. September 2024
17:00 UhrWZB, Reichpietschufer 50, 10785 Berlin, Raum A 310
Anmeldung
Bitte melden Sie sich bis zum 09.09.2024 hier an.Kinderbetreuung
Das WZB bietet für die Zeit der Veranstaltung Kinderbetreuung an. Wir bitten um Anmeldung bis zum 28.08.2024 an swea.starke@wzb.eu.
ZOOM-WORKSHOP by HOPE HOME • НАДІЯ
10. September 2024
13.30-16.00 Uhr
These meetings will provide simultaneous translation.
- Anna Kyrii | Chamber of Architects Kyiv
- Theresa Keilhacker | Chamber of Architects Berlin
- Andreas Rieger | Chamber of Architects Brandenburg
- Peter Tschada | Orange Architekten
Weitere Informationen hier

Demonstration
08.09.2024: Radwegestopp? Nicht mit uns!
Radschnellwege? Gestoppt! Fahrradparkhäuser? Gestoppt! Dringend benötigte Radwege? Gestoppt! Nicht mit uns! Am 8. September demonstrieren wir mit einer Fahrradsternfahrt gegen die kurzsichtige Anti-Fahrradpolitik der Senatsverwaltung und der CDU!
- Route: 12 Uhr S-Bahnhof Adlershof, Zustieg 13 Uhr am Hermannplatz
- Route: 12:45 Uhr Streitstraße/Cautiusstraße, Zustieg 13:50 Uhr Goerdelerdammbrücke
- Route: 12:30 Uhr S-Bahnhof Wannsee, 13:40 Uhr S-Bahnhof Halensee
- Route: 12:45 Uhr S-Bhf. Karow, 13:30 Uhr S+U Pankow Granitzstraße
- Route: 12:30 Uhr Heerstr./Magistratsweg
- Route: 12:30 Uhr Platz des 4. Juli, 13:00 Uhr Hermann-Ehlers-Platz
- Route: 12:45 Uhr Falkenseer Ch./Flurende, 13:20 Uhr Zitadelle Spandau
- Route: 12:15 Uhr U-Bhf. Hönow, 13:50 Uhr Frankfurter Allee/Proskauer Str.
- Route: 12:45 Uhr S-Bhf. Heiligensee, 13:30 Uhr Kurt-Schumacher-Platz
Weiter Informationen hier
Bericht des Tagesspiegels hier

Programm
Montag, 02.09.2024: Squat Tempelhof
Wir blicken mit Videos, Fotos & Talk auf die Anti-Bebauungsproteste des Tempelhofer Felds zurück und diskutieren, was sie für den Kampf gegen die Schließung des Görlitzer Parks lehren können.
Lauseria (Lausitzer Str. 10, Kreuzberg), mehr Infos hier.
Dienstag, 03.09.2024: Sozialgipfel
Ein Jahr nach dem Sicherheitsgipfel führen wir im Görli einen Sozialgipfel durch. Aber diesmal mit Beteiligung von Expert*innen:
– Prof. Dr. Tobias Singelnstein (Kriminologe Uni Frankfurt)
– Dr. Stephanie Bock (Feministische Stadtforscherin, Berlin)
– Dirk Schäffer (Deutsche AIDS-Hilfe, Referent für Drogen und Strafvollzug/ Bundesverband JES)
– Astrid Leicht (Geschäftsführerin Fixpunkt e. V., Berlin)
– Moro Yapha (Migration and human rights advocate and intercultural mediator working with the community in the park)
– Katrin Schiffer Correlation-European Harm Reduction Network (C-EHRN, Amsterdam)
Es gibt Inputs, die Möglichkeit für Rückfragen, Workshops zu Drogennotfalltraining, „Was tun, wenn Leute im Treppenhaus Drogen konsumieren?“, Crack- & Drogenkonsum im Öffentlichen Raum, zur Situation von Geflüchteten und der Black Community im Park und abschließend eine Podiumsdiskussion.
16:00 – 22:00 Uhr, Görli/Pamukkale
Mittwoch, 04.09.2024: Kunst meets Symbolpolitik
Eine künstlerische Intervention zu Zäunen
17:00 Uhr Görli, Eingang Glogauer Straße
Mittwoch, 04.09.2024: Erzählcafé
Wir blicken auf die Anfänge und Geschichte des Parks zurück, tauchen in das Westberlin der 80er Jahre ein, zeigen historische Fotos und hören Geschichten von Zeitzeugen.
19:30 Uhr: Regenbogenfabrik, mehr Infos hier.
Donnerstag, 05.09.2024: Ein Kiez kocht über III
Eine Diskussion mit Anwohner*innen über die Situation im Kiez und Strategien des Umgangs, Kiezanker (Cuvrystr. 12-14), 19 Uhr
Anschließend: Grill&Chill im Kiezanker
Freitag, 06.09.2024: Protest-Joggen
Protest-Joggen durch den Görli!
18:00 Uhr, Pamukkale
Freitag, 06.9.2024: Parkspaziergang
Kahlschlag für gefühlte Sicherheit – Ökologische Folgen des Görli-Umbaus
Mit (u.a.) Bäume am Landwehrkanal e.V.
18:30 Uhr, Pamukkale, mehr Infos hier.
Freitag, 06.09..2024: Görli-Kino
Filme zur Geschichte des Görli, über Racial Profiling, Rassismus in Sicherheitsbehörden und Arbeiten im Park
20:00 Uhr, hinter dem Colab (am Pamukkale)
Samstag 07.09.2024: „De-fence Görli!“
Demonstration um und über Zäune
Sie bauen Zäune, wir bauen Treppen, hier und überall! Kommt zum gemeinsamen Protest für globale Bewegungsfreiheit und ein solidarisches Verständnis von Sicherheit.
16:00 Uhr: Görli Eingang Oppelner Straße
Sonntag, 08.09.2024: Aktionstag
Mit lustigen Spielen über den Görli verteilt wollen wir den breiten Widerstand gegen die Görli-Schließung sichtbar machen. Mehr Infos hier.
Demonstration













