Wir sind dabei!
Claudia Schasiepen, Sprecherin Initiative Ka-Bo-N Öko!Logisch! und Theresa Keilhacker, Initiative „Sternhäuser retten!, Bündnis Klimastadt Berlin 2030 führen zu Teilen des einzigartigen Geländes der ehemaligen Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik:
Über die Sternhäuser mit ihrer noch zu erkennenden Genesungsarchitektur, geht es in den berlinweit außergewöhnlichen Waldgürtel der ehemaligen Klinik:
Insbesondere sind Expert*innen von Erdkröte, Teichfrosch, Teichmolch, Ringelnatter, Blindschleiche, Zauneidechse und Waldeidechse ausdrücklich willkommen!
Ebenso alle anderen Interessierten, die sich über die Gegebenheiten vor Ort informieren und das Genesungsangebot des dortigen Waldes erleben wollen.
Durch diesen zauberhaften Wald mit der Mehlbeeren-Allee wandern wir und folgen dem Gewässer rund um den Koldischteich. Bitte festes Schuhwerk mitbringen und für Mückenschutz sorgen.
„Seit 2007 rückt die Stiftung Naturschutz Berlin einmal im Jahr den Artenreichtum Berlins in den Fokus. 400 bis 500 Veranstaltungen an 130 bis 160 Orten, und dies binnen 28 Stunden: Das zieht sogar die eventerprobten Hauptstädter*innen in den Bann.“
Wann: 31. Mai 2026, 13 Uhr, ohne Anmeldung, einfach kommen, wir freuen uns auf Sie/euch!
Treffpunkt: Am Pförtner-Häuschen, Oranienburger Straße 285, 13437 Berlin-Wittenau im Bezirk Reinickendorf
Ka-Bo-N steht für: Gelände der ehemaligen Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik. Es umfasst ca. 45 ha, bestehend aus einem Wald, der den Berliner Forsten gehört und drei weiteren Teilflächen von 38.000 m², die im Nov. 2022 von Vivantes an die BBF Berliner Bodenfonds GmbH (Tochtergesellschaft der BIM), das Land Berlin und die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft GESOBAU AG veräußert wurden. Seitdem erkennt man kaum noch, wer für welchen Bereich genau verantwortlich ist. Die überwiegend denkmalgeschützten Gebäude stehen unsaniert und verwahrlost auf dem Gelände, der Park darum sieht ungepflegt aus. Außer dem Krankenhaus des Maßregelvollzugs, das vom Land Berlin hinter einer hohen Mauer verwaltet wird, werden einige Flächen des BBF vom LAF (Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten) betrieben. Die GESOBAU „kümmert sich“ aktuell um die Fällung von Bäumen und den Abriss der beiden denkmalwürdigen Sternhäuser von Hänska Architekten (bekannt geworden mit dem inzwischen denkmalgeschützten „Mäusebunker“).
Bereits 2019/2020 wurde vom Sonderreferat Wohnungsbau der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, eine Eingriffseinschätzung zum Baumbestand in Auftrag gegeben, die anschaulich zeigt, dass aufgrund des wertvollen Baumbestandes und der außergewöhnlichen Habitate das Areal besonders einmalig ist in Berlin.
Wir können gerne von der Entwicklung der Umgangsweise mit psychisch Kranken berichten, aus der Nachkriegszeit bis 1988 im größten Krankenhaus für diese Menschen in Berlin (West). Von den vergessenen Heldinnen, vornehmlich Margarete Betke, Frau Dr. Rintelen, die maßgeblich mit den Sternhäusern verbunden sind. Und über die fehlende Würdigung dieser Frauen bis ins Heute.
Wir können einen Teil dazu beitragen, wie ein Kleinod in ökologischer, visionärer und auch in sozialer Hinsicht (mit der stimmigen, therapeutischen Umgebung unter Erhalt der Genesungsarchitektur) gestaltet werden könnte. Und ein Wechsel zu fallenden Patient*innenzahlen an einem Ort wie den beiden Sternhäusern möglich wäre. Ebenso wie dieser Ort für Berlin in seiner Funktion als Hitzeschild, Wasserpuffer und dem Habitatsreichtum bewahrt und gepflegt werden könnte.
Kontakt:
Claudia Schasiepen, Sprecherin Initiative Ka-Bo-N Öko!Logisch! (Mobil: 0157 36591807)
Theresa Keilhacker, Initiative „Sternhäuser retten!, Bündnis Klimastadt Berlin 2030 (Mobil: 0172 325 65 23)